Nathan Hemming


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Im Jahr 1896 errichtet, zählt die Eisfabrik Berlin zu den ältesten Eisfabriken Deutschlands und war einer der größten Eisproduzentinnen im Land. Das Kessel- und Maschinenhaus liegt in prominenter Lage direkt an der Spree und ist somit das letzte Gebäude, das an die Zeiten der Eisindustrie und an die norddeutschen Eiswerke erinnert. Diese Masterarbeit beschäftigt sich mit der Geschichte des Ortes und der Norddeutschen Eiswerke, bietet eine Bestandsdokumentation und letztlich ein Gesamtkonzept mit dem Ziel einer Neubelebung des Areals an, unter Berücksichtigung der Erhaltung der bestehenden denkmalgeschützten Fabrikhallen und der Planung einer Neunutzung. Das Projekt basiert auf der Idee, das die Landschaft als treibende Kraft hinter der Architektur steht und erschließt mit dem neuen Uferpark eine äußerst wichtige Ressource für die Stadt Berlin.

-msa | münster school of architecture, 2012











Architektonische Analyse: Bestand

Die Pläne der Eisfabrik wurden im Krieg fast komplett zerstört. Für meine Bearbeitung gab es keine vollständige Plansätze. Das Landesdenkmalamt bewahrt letzte, erhaltene Planunterlagen zu dem Gebäude. Die Bestandspläne und folgende Diagramme dieses Projektes wurden von mir, anhand der Planunterlagen des LDMA, sowie eines eigens erstellten Aufmaßes, erstellt.
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Städtebau: Analyse + Entwurf

Der Uferblock, umschlossen von der Spree, der Michaelbrücke, der Schillingbrücke und der Köpenicker Straße, hat eine sehr undichte Bebauung und keine klare Struktur. Es gibt aber eine sehr wertvolle Anbindung zur Spree und zum gegenüberliegenden Radialsystem: Space for Arts and Ideas. Das Stadtvorhaben, eine Straße entlang der Spree zu bauen, verpasst die Chance, einen attraktiven öffentlichen Raum am Wasser im Zentrum von Berlin zu schaffen. Durch zwei neu geplante Straßen kann der Block erschlossen werden, ohne Abrissbedarf des Gebäudebestandes. Durch diese Maßnahmen ist es möglich, einen breiteren Park entlang der Spree zu bauen, der die beiden Brücken verbindet. Der Park wird das definierende Element des Gebietes und setzt sich auch im Eisfabrikgelände fort – als eine neue Dachlandschaft, die eine neue Erfahrung des Stadtgebietes ermöglicht.










Landschaft + Site Programm

Das Gelände der Eisfabrik wird in ein Zentrum zur Produktion und Darstellung von Kunst, sowie als Niederlassung für kleine Unternehmen, umgewandelt. Außerdem soll das ehemalige Fabrikgelände den dort arbeitenden Menschen Wohnraum bieten. Neue Räume werden in alten Gebäuden kreiert, die Schaffung von zwei neuen Gebäuden trägt zur Ergänzung des Grundstückes bei. Das Programm wird durch eine Dachlandschaft, die unterschiedliche Perspektiven und mehr Platz für die Darstellung von Kunst ermöglicht, erweitert. Der Standort wird ein sehr aktiver, grüner Ort, der als der Mittelpunkt des Uferblockes dienen wird.


























Detail Design Eisfabrik

Das Eisfabrikgebäude wird weiterhin als starker visueller Punkt der Spree Landschaft dienen. Durch den Umbau wird das Gebäude neues Leben annehmen und als aktives Zentrum des Uferblockes fungieren. Das Projekt lädt die Besucher langs der Parklandschaft der Spree ein, das Gelände zu betreten, um sowohl die Geschichte der Eisfabrik als auch neue Kunst zu erleben. Durch die Künstlerresidenzprojekte können die Künstler vor Ort wohnen und lokalspezifische Arbeiten für das Eisfabrikgebäude produzieren. Diese Arbeiten können dann in dem Maschinenhaus sowie im neuen Lichthof ausgestellt werden. Auf dem Dach befindet sich ein Freiluftkino, das auch tagsüber als Performancefläche genutzt werden kann.